
Ein führendes Medienunternehmen beauftragte binder|consulting mit einer datenbasierten Equal‑Pay‑Analyse, um sich auf die Anforderungen der EU‑Entgelttransparenzrichtlinie vorzubereiten. Ziel war es, eine verlässliche, organisationsweite Sicht auf die Vergütungsstrukturen zu schaffen und eine belastbare Grundlage für langfristiges Pay‑Equity‑Reporting zu etablieren, um künftige Auskunftspflichten sicher erfüllen zu können.
- Media
- Branche
- 3,9 Mrd. €
- Jahresumsatz
- 7.000
- Mitarbeitende
- 3 Monate
- Projektdauer
Die Ausgangssituation
Das Unternehmen stand vor der Herausforderung, sich auf die regulatorischen Anforderungen der EU-Entgelttransparenzrichtlinie vorzubereiten. Zwar waren ein Grading‑System und eine Jobarchitektur bereits eingeführt worden, doch die HR‑Daten lagen weiterhin fragmentiert in verschiedenen Systemen — überwiegend in SAP, ergänzt durch mehrere weniger konsistente Non‑SAP‑Quellen.
Eine erste interne Analyse des Compensation‑&-Benefits‑Teams hatte bereits Hinweise auf Vergütungsmuster geliefert. Für eine vollständige, methodisch belastbare Equal Pay‑Analyse war jedoch eine tiefere Datenharmonisierung und eine externe, unabhängige Analyse notwendig. Das Ziel war klar: eine robuste, datengetriebene Grundlage für nachhaltige Lohngleichheit.
Zentrale Herausforderungen
Für eine valide Equal Pay‑Analyse mussten mehrere kritische Hürden überwunden werden. Zunächst galt es, alle relevanten Vergütungskomponenten — von Grundgehältern bis zu variablen Anteilen — vollständig zu identifizieren und in die Analyse einzubeziehen. Ebenso mussten die lohnrelevanten Einflussfaktoren definiert werden, um diese korrekt in der Analyse zu berücksichtigen.
Die Datenqualität stellte eine weitere Herausforderung dar. Informationen aus verschiedenen Systemen wiesen Lücken, unterschiedliche Strukturen und Inkonsistenzen auf, was einen direkten Vergleich erschwerte. Zudem musste der Analyseumfang sorgfältig festgelegt werden: Einige kleinere Einheiten boten aufgrund ihrer Größe nur begrenzte statistische Aussagekraft, was eine systematische Definition der Analysepopulation erforderte.
Unser Beitrag zum Projekterfolg
binder|consulting setzte einen strukturierten Ansatz um, der darauf ausgerichtet war, eine belastbare analytische Grundlage für die Equal Pay‑Bewertung zu schaffen.
Zu Beginn wurde gemeinsam mit dem Kunden der Analyse‑Rahmen definiert: Welche Mitarbeitenden sollten einbezogen werden? Welche Vergleichsgruppen sind sinnvoll? Welche Vergütungskomponenten und Einflussfaktoren müssen berücksichtigt werden?
Im nächsten Schritt wurden die HR‑Daten aus allen relevanten Systemen konsolidiert und für die Analyse aufbereitet. Durch systematische Datenbereinigung wurden Inkonsistenzen behoben und die Datensätze harmonisiert, sodass eine vergleichbare, valide Grundlage entstand.
Auf Basis dieser Daten führte binder|consulting die Lohngleichheitsanalyse durch und visualisierte die Ergebnisse mit dem b|c payequalizer. Mithilfe dieses Tools werden die Berechnungen zur Lohngleichheit vorgenommen, die Ergebnisse visualisiert und klar und handlungsorientiert aufbereitet.
Der geschaffene Mehrwert
Durch die Zusammenarbeit mit binder|consulting erhielt das Unternehmen eine transparente, verlässliche Sicht auf seine Vergütungsstrukturen. Die Analyse machte lohnrelevante Einflussfaktoren sichtbar und lieferte eine solide Grundlage, um potenzielle Vergütungsunterschiede zu identifizieren und zu bewerten.
Gleichzeitig entstand ein strukturiertes, wiederholbares Analyseframework. Mit der entwickelten Methodik und Berechnungslogik kann das Unternehmen künftig regelmäßige Equal Pay‑Analysen durchführen und Entwicklungen über die Zeit hinweg im Blick behalten.
Damit verfügt die Organisation über ein belastbares Fundament, um mögliche Lücken gezielt anzugehen und den steigenden Anforderungen an Entgelttransparenz souverän zu begegnen — heute und in Zukunft.
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